Der Besuch im Carcer.

By Ernst Eckstein

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Title: Der Besuch im Carcer.

Author: Ernst Eckstein

Illustrator: G. Sundblad

Release Date: September 17, 2014 [EBook #46882]

Language: German


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    Anmerkungen zur Transkription


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    Der
    Besuch im Carcer.

    Humoreske
    von
    Ernst Eckstein.

    Mit 6 Original-Illustrationen von G. Sundblad.

    Fünfzigste Auflage.

    Leipzig.
    Verlag von Fr. Thiel.
    1882.




    _Alle Rechte vorbehalten._




Vorwort

zur siebenundvierzigsten Auflage.


Mit der hier vorliegenden siebenundvierzigsten Auflage geht die
Humoreske »Der Besuch im Carcer« in den Verlag von Fr. Thiel zu Leipzig
über. Der Herr Verleger hat dem Verfasser den Wunsch ausgedrückt, diese
Auflage -- als die erste, die unter der neuen Flagge erscheint -- mit
einem Vorwort ausgestattet zu sehn. Ich entspreche diesem Wunsch mit
dem lebhaftesten Vergnügen, obgleich ich Nichts Besonderes zu sagen
habe. Daß der »Besuch im Carcer« bei Weitem der größte buchhändlerische
Erfolg unseres Decenniums ist, rechnen wir uns nicht zum Verdienste.
Gewiß hätten andere, wenn auch minder kurzweilige Humoresken deutscher
Autoren mehr Anspruch auf diese Auszeichnung. Indessen das Glück ist
blind, und so hat es denn einen Scherz gekrönt, der an die ästhetischen
Vorzüge zahlloser ungekrönter nicht von ferne heranreicht. Ich selber
hätte mir diese Gunst des Schicksals am wenigsten träumen lassen. Als
ich in meiner stillen, traulichen Stube zu Rom, im Angesichte des
Pantheons, die Gestalt Samuel Heinzerling's aus dem Dunkel beschwor,
da ahnte ich nicht, wie rasch dieser würdige Mann die Rundreise um
die bewohnte Erde zurücklegen sollte. Ich überließ mich dem vollen
Behagen an seiner Erscheinung. Ich ergötzte mich königlich, aber ich
hielt meine Freude für subjektiv. Ich gestaltete ohne jeden Hinblick
auf's Publikum. Ich war mein dankbarster und eifrigster Leser. Schon
diese Genesis überhebt mich der Mühe, auf die zahlreichen Anfeindungen
beschränkter Seelen, insbesondere verunglückter Schulmeister zu
antworten, die den Streich »Wälhelm Rompf's« minder angenehm auffassen
als unser trefflicher Samuel. Ich habe den »Besuch im Carcer«
geschrieben, weil das Ding mir Vergnügen machte -- nicht aus diesem
oder jenem abseits gelegenen »Motiv«. Das freilich kann ein trübseliger
Pedant, dem die spontane Wirksamkeit einer fröhlichen Laune unbekannt
ist, mit all seiner Gelehrsamkeit nicht begreifen. Mögen die Herren
ungenirt fortfahren, ihrem Aerger in der gewohnten »pädagogischen«
Weise Luft zu machen! Unsere siebenundvierzigste Auflage wird deßhalb
ebenso wenig ins Wasser fallen, wie die bisherigen.

        _Elgersburg_, im Herbst 1880.

            =E. E.=




    Der Besuch im Carcer.

    Humoreske.


Es schlug Zwei. Der Direktor des städtischen Gymnasiums, =Dr.= Samuel
Heinzerling, wandelte mit der ihm eignen Würde in den Schulhof und
erklomm langsam die Stiege.

Auf der Treppe begegnete ihm der Pedell, der eben geläutet hatte und
sich nun in seine Privatgemächer verfügen wollte, wo es allerlei
häusliche Arbeiten zu erledigen gab.

»Äst nächts vorgefallen, Quaddler?« fragte der Direktor, -- den devoten
Gruß des Vasallen durch ein souveränes Kopfnicken erwidernd.

»Nein, Herr Direktor.«

»Hat der Herr Bibläothäkar noch nächt öber die bewußten Bände
resolvärt?«

»Nein, Herr Direktor.«

»Goot, so gähen Sä noch heute hinöber und erkondigen Sä säch, wä säch
diese Angelägenheit verhält ... Noch Eins. Der Prämaner Rompf fehlt
seit einigen Tagen. Verfögen Sä säch doch einmal in seine Wohnung und
öberzeugen Sä säch, ob er wärklich krank ist! Ich zweifle fast ...«

»Entschuldigen Sie, Herr Direktor, der Rumpf ist wieder da; ich sah ihn
vorhin über den Hof kommen.«

»Non, om so bässer!«

[Illustration: »Non, om so bässer!«]

Der geneigte Leser verzeihe die eigenthümliche Orthographie, mit
der wir die geflügelten Worte des Gymnasialherrschers zu Papier
bringen. Herr =Dr.= Samuel Heinzerling sprach allerdings nicht
ganz so abnorm, als unsre Schreibweise vermuthen lassen könnte:
allein das deutsche Lautsystem gibt uns kein Mittel an die Hand, die
specifisch Heinzerling'sche Klangfarbe genauer zu versinnlichen. Ich,
der bescheidene Erzähler, habe selber hundertmal den Vorträgen des
Herrn Direktors in stummer Andacht gelauscht und den Heinzerling'schen
Vokalismus so zu sagen zu meinem Lieblingsstudium erhoben. So lange
unser armseliges Alphabet nicht eigene Zeichen für Zwitterlaute
zwischen i und e, zwischen u und o u. s. w. besitzt, so lange wird der
Historiograph, der sich mit Herrn =Dr.= Samuel Heinzerling beschäftigt,
die von uns vorgeschlagene Rechtschreibung adoptiren müssen.

Der Herr Direktor sagte also: »Non, om so bässer!« und schritt über den
langen Corridor den Pforten seiner Prima zu.

Samuel war heute ungewöhnlich frühe gekommen. In der Regel hielt er
an der Theorie des akademischen Viertels fest. Dießmal hatte ihn
ein häuslicher Zwist, über den wir aus begreiflicher Delikatesse
den Schleier der Verschwiegenheit breiten, schon vor der Zeit
aus dem behaglichen Sorgenstuhle getrieben, in welchem er seinen
nachmittäglichen Kaffee zu schlürfen pflegte. Nur so erklärt es sich,
daß die Primaner noch nicht daran gedacht hatten, nach Art der Gemsen
ihre übliche Wache auszustellen.

Der Herr Direktor vernahm bereits auf dem Corridor einen Heidenlärm.
Vierzig dröhnende Kehlen schrieen »Bravo!« und »=Da Capo!=«

Samuel runzelte die Stirne.

Jetzt verstummte das Chorgebrüll und eine klare, schneidige Stimme
begann in komischem Pathos:

»Non, wär wollen's för dießmal goot sein lassen. Sä haben säch
wäder einmal nächt gehärig vorbereitet, Heppenheimer! Äch bän sähr
onzofräden mät Ähnen! Sätzen Sä säch!«

Donnernder Applaus.

Der Direktor stand wie versteinert.

Bei den Göttern Griechenlands, -- das war _er selbst_, wie er leibte
und lebte ...! Ein wenig carrikirt, -- aber doch so täuschend ähnlich,
daß nur ein Kenner den Unterschied herauszufühlen vermochte! Eine
solche Blasphemie war denn doch, -- dem Sprüchwort zum Trotze, --
noch nicht dagewesen! Ein Schüler erfrechte sich, ihn, den souveränen
Beherrscher aller Gymnasialangelegenheiten, ihn, den Verfasser der
»Lateinischen Grammatik für den Schulgebrauch, mit besonderer Rücksicht
auf die oberen Classen«, ihn, den renommirten Pädagogen, Aesthetiker
und Kantianer, von der geweihten Höhe seines eigenen Katheders aus
lächerlich zu machen! =Proh pudor! Honos sit auribus!= Das war ein
Streich, wie er nur in der Seele des Erz-Spitzbuben Wilhelm Rumpf zur
Reife gelangen konnte!

»Wollen Sä einmal etwas nähmen, Möricke«, fuhr die Stimme des
pflichtvergessenen Schülers fort ... »Was, Sä sänd onwohl? Gott, wenn
mär jonge Leute in Ährem Alter sagen, sä sänd onwohl, so macht das
einen sähr öblen Eindruck. Knebel, schreiben Sä einmal än's Tageboch:
»Möricke, zom Öbersätzen aufgefordert, war onwohl« ...«

Jetzt vermochte der Direktor seine Entrüstung nicht länger zu
bemeistern.

Mit einem energischen Ruck öffnete er die Thüre, und trat unter die
erschrockenen Zöglinge, wie der Leu unter die Gazellenheerde.

Er hatte sich nicht getäuscht.

[Illustration: »Knebel, schreiben Sä einmal än's Tageboch: Möricke, zom
Öbersätzen aufgefordert, war onwohl.«]

Es war in der That Wilhelm Rumpf, der größte Taugenichts der
Classe, der sich so frevelhaft an der Majestät vergangen hatte.
Erst seit vier Wochen zählte dieser Mensch zu Samuel Heinzerlings
Schülern, und schon gebührte ihm vor allen Bengeln vom Primus bis
zum Ultimus die Krone! Mit hochgezogenen Vatermördern, auf der Nase
eine große papierene Brille, in der Linken ein Buch, in der Rechten
das traditionelle Bleistiftchen haltend, -- so stand er auf dem
Katheder, und wollte eben eine neue Gotteslästerung ausstoßen, als der
tiefbeleidigte Direktor auf der Schwelle erschien.

»Rompf!« sagte Samuel mit Fassung, -- »Rompf! Sä gähen mär zwei Tage än
den Carcer. Knebel, schreiben Sä einmal än's Tageboch: -- Rompf, wegen
kändischen, onwördigen Benähmens mät zwei Tagen Carcer bestraft. --
Heppenheimer, rofen Sä den Pedellen!«

»Aber Herr Direktor ...!« stammelte Rumpf, indem er die Papierbrille in
die Tasche steckte und auf seinen Platz zuschritt.

»Keine Wäderrede!«

»Aber ich wollte ja nur, ich dachte ...«

»Seien Sä ställ, sag' äch Ähnen!«

»Aber erlauben Sie gütigst ...«

»Knebel, schreiben Sä ein: -- Rompf wägen wädersetzlichen Betragens mät
einem weiteren Tage Carcer belegt. -- Äch bän's möde, mich äwig mät
Ähnen heromzoschlagen. Schämen sollten Sä säch in den Grond Ährer Sääle
hänein! Pfoi und abermals pfoi!«

»=Audiatur et altera pars=, Herr Direktor. Haben Sie uns diese Lehre
nicht stets an's Herz gelegt ...?«

»Goot! Sä sollen nächt sagen, daß ich meinen Präncäpien ontreu wärde.
Was haben Sä zo Ährer Entscholdigong anzoföhren?«

»Ich kann nur versichern, Herr Direktor, daß ich durchaus nichts
Unziemliches beabsichtigte. Ich gedachte mich lediglich ein wenig in
der Mimik zu üben.«

»Öben Sä Ähren lateinischen Stäl und Ähre grächische Grammatäk!«

»Das thu' ich, Herr Direktor. Aber neben der Wissenschaft hat doch auch
die Kunst ihre Berechtigung.«

»Das habe äch nä in meinem Läben geläugnet. Wollen Sä ätwa Ähre
Albernheiten för Konst ausgeben? Jädenfalls äst däse Konst sähr
brodlos.«

»O, bitte Herr Direktor!«

»Seien Sä ställ! Wenn Sä so fortfahren, so wärden Sä öber korz oder
lang Schäffbroch leiden. Knipcke, seh'n Sä einmal nach, wo der
Heppenheimer mit dem Pedellen bleibt.«

»Ach, für diesmal, Herr Direktor,« flüsterte Rumpf in schmeichlerischem
Tone, -- »für dießmal könnten Sie mir die Strafe noch erlassen.«

»Nächts da! Sä gäh'n än den Carcer. Doch wär wollen ons dorch däsen
Zwäschenfall än onsrer Arbeit nächt stären lassen. Hutzler, repetären
Sä einmal ...«

»Herr Direktor, ich war beim Vorübersetzen nicht zugegen. Hier ist mein
Zeugniß.«

»So! Sä waren wäder einmal krank. Wässen Sä, Hutzler, Sä sänd auch
öfter krank als gesond ...«

»Leider, Herr Direktor. Meine schwächliche Constitution ...«

»Schwächläch? Sä schwächläch? Non, hären Sä einmal, Hutzler, äch
wollte, jäder Mänsch onter der Sonne wäre so schwächläch wä Sä! Faul
sänd Sä, aber nächt schwächläch ...«

»Faul? Aber ich kann doch nicht während eines Fieberanfalls ...«

»Äch känne das! Sä wärden wäder einmal zo väl Bär getronken haben.
Repetären Sä einmal, Gildemeister.«

»Fehlt!« riefen sechs Stimmen zugleich.

Samuel schüttelte mißmuthig das Haupt.

»Weiß Keiner, warom der Gildemeister fehlt?«

»Er hat Katarrh!« antwortete einer der sechse.

»Katarrh! Wä äch so alt war, hatte äch nämals Katarrh. Aber wo bleibt
denn der Knipcke und der Heppenheimer? Schwarz, gehn Sä einmal hinaus,
kommen Sä aber gleich wäder!«

Schwarz ging, und kam nach zehn Minuten mit dem Pedellen und den beiden
Commilitonen zurück.

»Herr Quaddler war mit Tapeziren beschäftigt,« sagte Heppenheimer in
achtungsvollem Tone; »er mußte sich erst ein wenig umkleiden.«

»So! und dazo brauchen Sä eine halbe Stonde? Quaddler, äch fände, Sä
wärden nachlässig äm Dänste!«

»Sie entschuldigen ganz gehorsamst, Herr Direktor, aber die Herren sind
erst vor zwei Minuten an meine Thüre gekommen.«

»Oh!« riefen die drei Primaner wie aus einem Munde.

»Non, äch wäll das nächt weiter ontersochen! Här, nähmen Sä einmal da
den Rompf, ond föhren Sä ähn auf den Carcer. Rompf, Sä wärden säch
anständig betragen und nächt alle Augenbläcke nach dem Pedellen rofen,
wä das vor acht Tagen geschehn ist. Quaddler, Sä lassen säch durch
nächts bestämmen, den Rompf auf die Vorflur zo lassen! Wenn ähm wäder
schlächt wärd, so mag er das Fänster öffnen. Am Bästen ist's, Sä sätzen
ähm alles Nöthige hinein in die Zälle, und lassen die Thöre ein för
alle Mal verschlossen. Freitag Abend kömmt er wäder heronter.«

»Schön, Herr Direktor.«

»Das Ässen können Sä säch dorch einen Ährer Freunde besorgen lassen.
Verstanden?«

Rumpf nickte.

»So! und non fort mät Ähnen!«

»Es ist also wirklich Ihr Ernst, Herr Direktor, mich für eine
künstlerische Leistung ...«

Samuel Heinzerling lachte mit männlich-pädagogischer Würde.

»Sä sänd ein drolliger Kauz, trotz aller Ährer Ongezogenheiten. Aber
helfen kann äch Ähnen nächt. So lange Sä mär nächt darthun, was Ähre
angäbliche könstlerische Leistung notzt und frommt, -- ganz abgesehn
von Ährer onziemlichen Tendenz, -- so lange wärden Sä säch in's
Onabänderliche fögen mössen. Machen Sä jetzt, daß Sä hänauf kommen!«

Wilhelm Rumpf biß die Lippen aufeinander, machte Kehrt, und verschwand
mit Quaddler in der Dämmerung des Corridors.

»Was haben Sie eigentlich verbrochen, Herr Rumpf?« fragte der Pedell,
als sie die Treppe hinanschritten.

»Nichts.«

»Aber verzeihen Sie gütigst, Sie müssen doch was gemacht haben?«

»Ich habe nur das gethan, was der Direktor beständig thut.«

»Wo so?«

»Nun, geben Sie einmal wohl Acht: Sähen Sä, mein läber Quaddler, der
Rompf ist ein Taugenächts und verdänt eine exemplarische Zächtigong.«

»Herr Gott meines Lebens!« stammelte der Pedell, beide Hände über dem
Kopf zusammenschlagend. »Nein, wer mir gesagt hätte, daß so etwas
möglich sei ... Aber das ist ja ordentlich graulich, Herr Rumpf! Weiß
der ewige Himmel, wenn ich Sie nicht mit meinen eigenen Augen vor mir
sähe, ich würde schwören, des gestrengen Herrn Direktors persönliche
Stimme gehört zu haben! Tausend noch 'mal, das muß ich sagen! Sie
können's noch weit bringen in der Welt! Wissen Sie, da war ich einmal
drüben bei Lotz in der Bierstube, da war auch so ein Zauberkünstler,
der machte Ihnen Alles nach, was Sie wollten, Vogelgezwitscher und
Pferdewiehern, Hundegebell und Hochzeitspredigten. Aber so wie Sie hat
er mich doch nicht aus Rand und Band gebracht!«

»Glaub's, glaub's, läber Quaddler!« versetzte Rumpf, immer noch den
Direktor imitirend.

»Und das haben Sie in seiner Gegenwart aufgeführt? Nein, hören Sie
einmal, Nichts für ungut, Herr Rumpf, aber Alles am rechten Ort. So
was geziemt sich nicht, und der Herr Direktor haben alle Ursache, im
höchsten Grade ungehalten zu sein.«

»Meinen Sä?«

»Ich muß Sie recht schön bitten, Ihr Spiel jetzt sein zu lassen. Es
verträgt sich nicht mit dem Ernst meines Amtes. Wollen Sie gefälligst
hier herein spazieren!«

»Mät Vergnögen ...!«

»Herr Rumpf, ich werde dem Herrn Direktor sagen, Sie hätten noch nicht
genug an der Ihnen diktirten Strafe ...«

»Was gäht Sä meine Strafe an, Sä alter närrischer Quaddler!«

»Was mich Ihre Strafe angeht? Nichts! Aber es geht mich viel, sehr viel
an, ob Sie fortfahren, den Herrn Direktor in respektwidriger Weise zu
verspotten.«

»Ich kann machen, was ich will.«

»Das können Sie nicht.«

»Doch, Quaddler. Äch kann sprechen, wä mär's paßt, und wäm's nächt
gefällt, der dröckt säch, oder hält säch die Ohren zo.«

»Nun, warten Sie!«

»Worauf?«

»Ich werde dem Herrn Direktor Bericht erstatten.«

»Sagen Sie einen schönen Gruß von mir.«

»Sie werden sich wundern.«

Quaddler drehte den Schlüssel um und tappte langsam die Treppe hinunter.

Im Saale der Prima ward inzwischen eifrig Sophokles interpretirt.
Heppenheimer verdeutschte gerade zum größten Jubel der übermüthigen
Sippe das Wehgeschrei des unglücklichen Philoktetes:

        »Ai, Ai, Ai, Ai ...«

Der Direktor Samuel Heinzerling fiel ihm in die Rede.

»Sagen Sä »Au, Au, Au, Au«. Das »Ai« als Interjektion des Schmerzes äst
sprachwädrig.«

»Ich dachte, »Au« sei bloß bei körperlichen Schmerzen gebräuchlich,«
bemerkte Heppenheimer.

»Non, dänken Sä välleicht, Philoktet habe bloß geistig gelätten? Sä
scheinen mär den Gang der Tragödie ohne sonderliche Aufmerksamkeit
verfolgt zu haben.«

»Herr Direktor, es klopft!« sagte Knebel.

»Sähn Sä einmal nach, Knipcke!«

Knipcke eilte zu öffnen.

»Was? Sä, Quaddler? Warom stären Sä ons schon wäder? Fassen Sä säch
korz!«

»Ich wollte mir gütigst erlauben, ergebenst zu vermerken, der Primaner
Rumpf spricht noch immer so, wie von wegen weßhalb Sie ihn bestraft
haben.«

»Was? Er sätzt die Comödie fort? Non, äch wärde die erforderlichen
Maßregeln zu ergreifen wässen! Knebel, schreiben Sä einmal ein, -- oder
nein, lassen Sä's läber! Es äst goot, Quaddler. Heppenheimer, fahren Sä
fort. Also: Au, au, au, au, nächt: Ai, ai, ai, ai. Das Folgende können
Sä etwa mät: »Ach, ihr äwigen Götter!« oder mät: »Allmächtiger Hämmel!«
wädergeben!«

Heppenheimer erledigte sein Pensum zu des Direktors leidlicher
»Zofrädenheit«. Nach ihm übersetzte Schwarz »ongenögend«. Dann erscholl
Quaddler's Klingel. Der Verfasser der Lateinischen Grammatik für den
Schulgebrauch erklärte den Unterricht für geschlossen. In der Thüre
erschien Doktor Klufenbrecher, der Mathematiklehrer, der die Prima
von drei bis vier über die Geheimnisse der analytischen Geometrie
zu unterhalten hatte. Samuel Heinzerling reichte dem »geschätzten
Herrn Collegen« herablassend, aber nicht ohne ein gewisses humanes
Wohlwollen, die grübchenreiche Rechte und verfügte sich dann nach
dem Direktorialzimmer, wo er sich nachdenklich auf seinem Amts- und
Dienstsessel niederließ.

Quaddler ging inzwischen an's Werk, die freie Stunde gehörig
auszunützen. Rüstig stülpte er den Pinsel in den Kleistertopf und
bestrich eine Tapetenbreite nach der andern mit duftender Klebematerie.

Wilhelm Rumpf aber saß gähnend auf der Pritsche und versicherte
im Selbstgespräch, er sei das Gymnasium mit seinen unmotivirten
Freiheitsbeschränkungen bis über die Ohren müde.

Herr Samuel Heinzerling kraute sich jetzt in den Locken, rückte die
große Brille mit den runden Gläsern zurecht und schüttelte zwei, drei,
vier Mal das pädagogische Haupt.

»Ein mäserabler Jonge, dieser Rompf!« murmelte er vor sich hin ...
»Aber äch glaube fast, auf dem Weg der Güte äst mähr bei ihm
auszurichten, als mit Gewalt und Strenge. Äch wäll ähm einmal
ärnst-nachdrocksamst in's Gewässen räden! Schade om ähn! Er gehört zo
meinen begabtesten Schölern!«

Er klingelte.

Nach drei Minuten erschien Anny, Quaddlers sechzehnjährige Tochter. Sie
war augenscheinlich im Begriff, einen Ausgang zu machen; dafür sprach
das kokette Federhütchen, das sich anmuthig auf ihren dunklen Locken
wiegte, und das bunte Shawltuch, das ihre vollen Schultern umfing.

»Sie befehlen, Herr Direktor?« fragte sie mit einer graziösen
Verbeugung.

»Wo ist Ihr Vater?« flüsterte Samuel mit einer für seine Verhältnisse
außerordentlich reinen Aussprache des »i«.

»Er kleistert. Haben Sie etwas zu besorgen, Herr Direktor?«

»So, er kleistert. Na, dann wäll äch ähn nächt stören in seiner
Kleisterei. Es äst nächts Besondres, Anny. Der Carcerschlössel stäckt
ja?«

»Ich werde einmal gleich fragen, Herr Direktor.«

Wie ein Reh eilte das Mädchen die Treppe hinunter. Nach wenigen
Sekunden war sie wieder zur Stelle.

»Ja wohl, Herr Direktor, die Schlüssel stecken, sowohl der zur Vorflur
wie der zur Zelle. Befehlen Sie sonst etwas?«

»Nein, äch danke.«

Anny verabschiedete sich. Lächelnd blickte Samuel ihr nach.

»Ein reizendes Kind!« murmelte er vor sich hin. »Ich gäbe väl darom,
wenn meine Winfriede nur halb so väl =savoir vävre= besäße, -- von
Ismenen ganz zo geschweigen. Däser Quaddler äst ein =paganus=, ein
=homo incultus=, und dessenohngeachtet verstäht er es, eine Charitin
großzuzähen, während äch, der feingebäldete Kenner des classischen
Alterthoms, äch, der =homo, coi näl homani alienom äst=, nächt äm
Stande bän, eine meines Bäldongsgrades wördige Nachkommenschaft zo
erzielen.«

Er strich sich einige Mal über das glattrasirte Kinn, nahm dann seinen
Hut vom Tisch und klomm die Stiege zum Carcer hinan.

Wilhelm Rumpf war höchlich überrascht, als sich schon nach so kurzer
Gefangenschaft die Thüre in den Angeln drehte. Sein Staunen erreichte
jedoch den Zenithpunkt, als er in dem unerwarteten Besucher den
Direktor Samuel Heinzerling erkannte.

»Non, Rompf?« sagte der ehrenfeste Pädagoge.

»Was wünschen Sie, Herr Direktor?« entgegnete der Schüler im Tone einer
resoluten Verstocktheit.

»Äch wollte mäch einmal erkondigen, ob Sä in säch gehn, und einsähn,
daß solche Puerilitäten der Aufgabe des Gymnasiums und dem in däsen
Mauern herrschenden Geiste vollständig zowäder laufen ...«

»Ich bin mir nicht bewußt ...«

»Was, Rompf? Sä wollen säch noch auf die Hänterbeine stellen? Sehn
Sä einmal, was wörden Sä wohl sagen, wenn Sä an meiner Stelle wären!
Wörden Sä nächt däsen onartigen, öbermöthigen Wälhelm Rompf aus
Gamsweiler noch ganz anders bei den Ohren nähmen? Hä?«

»Herr Direktor ...«

»Das sänd doch Kändereien, wä man sä einem anständigen jongen Mann
aus gooter Famälie nächt zotraut! Wässen Sä was? Beim nächsten dommen
Streich wärde äch Sä relegären!«

»Relegiren ...?«

»Ja, Rompf! Relegären! Drom gähn Sä än säch und lassen Sä dä
Ongezogenheiten, die Ähnen wahrhaftig keine Ehre machen ... Äch
wäderhole Ähnen: sätzen Sä säch einmal an meine Stelle! ...«

Wilhelm Rumpf ließ das Haupt nachdenklich auf die Brust sinken. Er
fühlte, daß die angedrohte Relegation nur noch eine Frage der Zeit sei.
Mit einem Male zuckte ein diabolischer Gedanke durch sein Gehirn.

»Wenn ich denn einmal fortgejagt werden soll«, sprach er zu sich
selbst, »so mag es denn auch mit Eclat geschehen!«

Er lächelte wie der verbrecherische Held eines Sensationsromans
nach gelungener Missethat zu lächeln pflegt und sagte im Tone einer
beginnenden Zerknirschung:

»Sie meinen, Herr Direktor, ich solle mich an Ihre Stelle
versetzen ...?«

»Ja, Rompf, das meine äch.«

»Gut, wenn Sie's denn nicht anders haben wollen, so wünsche ich viel
Vergnügen!«

Und damit sprang er zur Thüre hinaus, drehte den Schlüssel um und
überließ den armen Direktor seinem unverhofften Schicksale.

[Illustration: »Rompf! Es geschäht ein Onglöck! Ein Onglöck, sage äch!
Öffnen Sä! Äch befähle es Ähnen!«]

»Rompf! Was fällt Ähnen ein! Äch relegäre Sä noch heute! Wollen Sä
augenbläckläch öffnen! Augenbläckläch, sage äch!«

»Äch gäbe Ähnen härmät zwei Stonden Carcer,« antwortete Rumpf mit
Würde. »Sä haben sälbst gesagt, ich solle mäch an Ähre Stelle
versätzen.«

»Rompf! Es geschäht ein Onglöck! Ein Onglöck, sage äch! Öffnen Sä! Äch
befähle es Ähnen!«

»Sä haben nächts mähr zo befählen! Äch bän gägenwärtig där Därektor! Sä
sänd der Prämaner Rompf! Seien Sä ställ! Äch dolde keine Wäderräde!«

»Läber Rompf! Äch wäll's Ähnen för däsmal noch verzeihen. Bitte, machen
Sä höbsch auf. Sä sollen mät einer gelinden Strafe dorchkommen. Sä
sollen nächt relegärt werden. Äch verspreche es Ähnen! Hären Sä?«

Der »läbe Rompf« hörte nicht. Er hatte sich leise über den Vorflur
geschlichen und eilte jetzt die Treppe hinab, um siegreich zu
entweichen.

Als er an der Thüre des Pedellen vorüberkam, packte ihn eine prickelnde
Idee.

Er legte das Auge an's Schlüsselloch. Quaddler stand just auf
der Leiter, den Rücken nach der Pforte gekehrt, und mühte sich,
einen schwer bekleisterten Tapetenstreifen an die Wand zu kleben.
Wilhelm Rumpf klinkte ein wenig auf und rief mit dem schönsten
Heinzerling'schen Accent, der ihm zu Gebote stand, in's Zimmer:

»Äch gehe jetzt, Quaddler. Beobachten Sä mär den Rompf. Der Mänsch
beträgt säch wä onsännäg. Er erfrächt säch noch ämmer, seine
ämpärtänenten Spälereien zo treiben. Bleiben Sä jetzt nor rohig auf
Ährer Leiter. Äch wollte Ähnen nor noch sagen, daß Sä ähm onter keiner
Bedängong öffnen! Der Borsche wäre äm Stande, Sä öber den Haufen
zo rännen und -- mär-nächts-där-nächts -- dorchzogehn! Hären Sä,
Quaddler?«

»Wie Sie befehlen, Herr Direktor. Entschuldigen Sie nur gütigst, daß
ich hier oben ...«

»Sä sollen rohig bleiben, wo Sä sänd, ond Ähre Kleisterei erst fertig
machen. Adiö!«

»Ganz gehorsamster Diener, Herr Direktor.«

Wilhelm Rumpf stieg nunmehr die Treppe wieder hinan und betrat die
Regionen des Carcers.

Samuel Heinzerling tobte fürchterlich. Jetzt schien er auch die Klingel
zu entdecken, denn in demselben Augenblicke, da Rumpf sich hinter einem
gewaltigen Kleiderschranke der Pedellenfamilie barg, erscholl ein
wüthendes Geläute, gell und schrill, wie das Kreischen empörter Wald-
und Wasserteufel.

»Zo Hölfe!« stöhnte der Schulmann, -- »zo Hölfe! Quaddler, äch bränge
Sä von Amt ond Brod, wänn Sä nächt augenbläckläch heraufkommen! Zo
Hölfe! Foier! Foier! Mord! Gewaltthat! Zo Hölfe!«

Der Pedell, durch das unausgesetzte Geklingel an seinen Beruf gemahnt,
verließ seine Privatbeschäftigung und erschien auf der Vorflur des
Gefängnisses. Der heimtückische Primaner schmiegte sich fester in sein
Versteck. Samuel Heinzerling hatte sich erschöpft auf die Pritsche
gesetzt. Sein Busen keuchte; seine Nasenflügel arbeiteten im Tempo
eines rüstigen Blasebalgs.

»Herr Rumpf,« sagte Quaddler, indem er wie warnend wider die Thüre der
Zelle pochte, »es wird Alles notirt!«

»Gott sei Dank, Quaddler, daß Sä da sänd! Öffnen Sä mär! Däser
mäserable Kärl sperrt mäch här ein ... Es äst hämmelschreiend!«

»Ich sage Ihnen, Herr Rumpf, die Späße werden Ihnen schlecht bekommen!
Und daß Sie den Herrn Direktor einen miserablen Kerl nennen, das werd'
ich mir besonders vermerken!«

»Aber Quaddler, sänd Sä denn verröckt?« eiferte Samuel im Tone der
höchsten Entrüstung. »Zom Henker, äch sage Ähnen ja, daß der Rompf, der
elende Gesälle, mäch här eingespärrt hat, als äch ähn besochen und ähm
äns Gewässen räden wollte! Machen Sä jätzt keine Omstände. Öffnen Sä!«

»Sie müssen mich für sehr dumm halten, Herr Rumpf. Der Herr Direktor
hat eben noch mit mir gesprochen und mir strengstens anbefohlen, Sie
unter keiner Bedingung herauszulassen. Und nun betragen Sie sich
anständig, und lassen Sie das Klingeln, sonst häng' ich die Schelle ab.«

»Quaddler, äch bränge Sä äns Zochthaus wägen wäderrechtlicher
Freiheitsberaubong.«

»Hören Sie einmal, wissen Sie, wenn ich mir eine Bemerkung erlauben
darf, so ist das ewige Nachahmen des Herrn Direktors recht kindisch,
nehmen Sie mir's nicht übel. Es ist wahr, der Herr Direktor sprechen
ein wenig durch die Nase, aber so ein dummes Geklöne, wie Sie's da
zusammenquatschen, so machen's der Herr Direktor noch lange nicht.
Und nun sag' ich Ihnen zum letzten Mal, verhalten Sie sich ruhig und
benehmen Sie sich, wie es sich geziemt ...«

»Aber äch wäderhole Ähnen auf Ähre ond Sälägkeit, der schändläche,
näderträchtäge Borsche hat den Schlössel hänter mär heromgedreht, ähe
äch noch woßte, was er vorhatte! Quaddler! Mänsch! Äsel! Sä mössen mäch
doch erkännen! Thun Sä doch Ähre Ohren auf!«

[Illustration: »Ein so dummes Geklöne, wie Sie's da zusammenquatschen,
so machen's der Herr Direktor noch lange nicht.«]

»Was? Esel nennen Sie mich? Mensch nennen Sie mich? Ei, wissen Sie was,
da fragt sich's doch noch sehr, wer von uns beiden der größte Mensch
und der größte Esel ist. So was lebt nicht. Nennt so ein grüner Junge
einen alten ehrlichen Mann einen Esel! Selbst Esel! ... Verstehen
Sie mich? Aber warten Sie nur!«

»Ein Äsel sänd Sä ond ein Ochse dazo!« stöhnte Heinzerling
verzweifelnd. »Sä wollen also nächt öffnen?«

»Ich denke nicht daran.«

»Goot! Sehr goot!« ächzte der Schulmann mit verlöschender Stimme. »Sehr
goot! Äch bleibe also im Carcer! Hären Sä, Quaddler? Äch bleibe äm
Carcer!«

»Es soll mich freuen, wenn Sie zur Vernunft kommen. Aber nun lassen Sie
mich ungeschoren. Ich habe mehr zu thun, als Ihre Possen mit anzuhören!«

»Quaddler!« rief Samuel wieder heftiger. »Äch sitze rohig Stonde för
Stonde ab! Verstähen Sä? Stonde för Stonde! Wä ein ongezogener Jonge
erdolde äch däse empörende Schmach! Hären Sä, Quaddler?«

»Ich gehe jetzt. Arbeiten Sie was.«

»Heiliger Hämmel, mär schwändelt der Verstand! Bän äch denn wärkläch
toll geworden! Mänsch, so gocken Sä doch wänägstens einmal dorch's
Schlösselloch! Dann wärden Sä ja sähen ...«

»Ja wohl, damit Sie mir in die Augen blasen, wie neulich! Das fehlte
mir noch! ...«

»Non denn, so gehn Sä zom Teufel. Mät der Dommheit kämpfen Götter
sälbst vergäbens! Aber komm' äch Ähnen heraus! komm' äch Ähnen heraus!
Äch gäb's Ähnen schräftläch: Sä sänd zom Längsten Pädäll gewäsen!«

Quaddler tappte ärgerlich die Stiege hinunter. Dieser Rumpf war
wirklich ein Ausbund von Impertinenz! Esel hatte er ihn genannt: Donner
und Doria! Seit Frau Kathinka Quaddler das Zeitliche gesegnet, war
dergleichen nicht vorgekommen ...!

Ja, ja, die Herren Primaner!

Samuel Heinzerling maß inzwischen mit großen Schritten die Zelle. Seine
ganze Erscheinung gemahnte an den afrikanischen Löwen, den menschliche
Gewinnsucht in den Käfig gebannt, ohne die stolze, urwüchsige Kraft
seiner edlen Natur brechen zu können. Die Hände auf dem Rücken, das
Haupt mit der grauen Mähne wehmüthig auf die rechte Schulter geneigt,
die Lippen fest aufeinander gepreßt, -- so wandelte er auf und nieder,
auf und nieder, -- die düstersten, menschenfeindlichsten Gedanken im
Gemüthe wälzend.

Plötzlich spielte ein breites Vollmondslächeln über seine Züge.

»Es äst ond bleibt doch komäsch!« murmelte er vor sich hin.
»Wahrhaftig! Wenn äch nächt so onmättelbar bei der Geschächte
betheiligt wäre, äch könnte sä amösant fänden ...«

Er blieb stehen ...

»Gereicht mär däse Öberlistung eigentlich zur Schande? Pröfe Däch,
Samoël! Hat nächt ein bekannter Könäg dem Diebe, der ihm eine Uhr
stehlen wollte, eigenhändig dä Leiter gehalten? Äst nächt selbst
Först Bäsmarck von boshafter Hand ränkevoller Weise eingerägelt
worden? Hondert andrer Fälle nächt zo gedänken! Ond doch begägnet
dä Wältgeschächte besagtem König mät Hochachtong. Ond doch gilt Först
Bäsmarck nach wä vor för den bedeutendsten Däplomaten Europa's! Nein,
nein, Samoël! Deine Wörde als Scholmann, als Börger, als gebäldeter
Denker leidet nächt äm Gerängsten onter däser peinlichen Sätoation!
Berohige Däch, Samoël ...«

Er setzte seine Promenade in befriedigter Stimmung fort. Bald aber
unterbrach er sich von Neuem.

»Aber meine Prämaner!« stammelte er erbleichend. »Wenn meine Prämaner
erfahren, daß äch auf dem Carcer gesässen habe! Onerträglächer
Gedanke! Meine Autorität wäre ein för alle Mal dahän! Ond sä _wärden_
es erfahren! Sä _mössen_ es erfahren! Äch bän ein för alle Mal
däscredätärt! O ähr Götter, warom habt ähr mär das gethan!«

»Herr Direktor«, flüsterte jetzt eine wohlbekannte Stimme an der
Zellenthüre ... »Sie sind noch lange nicht discreditirt! Ihre Autorität
steht noch in vollem Flore ...«

»Rompf!« stammelte Samuel -- »Schändlicher, gottvergeßner Mänsch!
Öffnen Sä! Augenbläckläch! Betrachten Sä säch als moralisch geohrfeigt!
Sähen Sä säch för dreifach relegärt an!«

»Herr Direktor, ich komme, um Sie zu retten! Beleidigen Sie mich nicht!«

»Zo rätten? Welche Onverschämtheit! Aufmachen sollen Sä, oder ...«

»Wollen Sie mich ruhig anhören, Herr Direktor? Ich versichere Sie,
Alles wird sich ausgleichen.«

Samuel überlegte.

»Goot,« sagte er endlich. »Äch wäll mäch herablassen ... Räden Sä ...«

»Sehen Sie, ich wollte Ihnen nur zeigen, daß meine Kunst doch nicht so
ganz ohne praktische Bedeutung ist ... Verzeihen Sie, wenn ich dabei
scheinbar die vorzügliche Hochachtung und Verehrung verletzen mußte,
die ich Ihnen aus vollstem Herzen zu zollen mir freudig bewußt bin.«

»Sä sänd ein Schelm, Rompf!«

[Illustration: »Geben Sie mir Ihr väterliches Wort, Herr Direktor!«]

»Herr Direktor ... Wie wär's, wenn Sie mir die Carcerstrafe
erließen, die Drohung betreffs der Relegation zurücknähmen und mir
erlaubten, über alles Vorgefallne das strengste Stillschweigen zu
beobachten ...?«

»Das gäht nächt! ... Ähre Strafe mössen Sä absitzen ...«

»So? Na, dann leben Sie wohl, Herr Direktor. Klingeln Sie nicht zu
viel!«

»Rompf! Hären Sä doch! Äch wäll Ähnen was sagen ... Rompf!«

»Bitte ...!«

»Sä sänd in välen Bezähungen ein ongewöhnlicher Mänsch, Rompf ... ond
da wäll äch einmal eine Ausnahme machen ... Öffnen Sä nor!«

»Erlassen Sie mir die Carcerstrafe?«

»Ja.«

»Werden Sie mich relegiren?«

»Nein, än Teufels Namen.«

»Geben Sie mir Ihr väterliches Wort, Herr Direktor!«

»Rompf, was onterstähn Sä säch ...«

»Ihr väterliches Wort, Herr Direktor!«

»Goot! Sä haben's!«

»Jupiter Ultor ist Zeuge.«

»Was?«

»Ich rufe die Götter zu Zeugen an.«

»Machen Sä auf!«

»Gleich, Herr Direktor. Sie tragen mir's aber auch ganz gewiß nicht
nach?«

»Nein, nein, nein! Wärden Sä mäch non bald herauslassen?«

»Sie ertheilen mir volle Absolution?«

»Ja, onter der Bedängong, daß Sä Nämandem erzählen, wä schwär Sä säch
vergangen haben. Äch habe Ähnen ja gesagt, äch halte Sä för einen
ongewöhnlächen Mänschen, Rompf ...«

»Ich danke Ihnen für die gute Meinung. Mein Ehrenwort: so lange Sie
Direktor des städtischen Gymnasiums und Ordinarius der Prima sein
werden, soll keine verrätherische Silbe über meine Lippen gleiten!«

Und damit drehte er den Schlüssel um und öffnete ...

Wie der Uhland'sche König aus dem Thurme, so stieg Samuel Heinzerling
an die freie Himmelsluft. Tief holte er Athem. Dann strich er sich mit
der Rechten über die Stirne, als ob er sich besinne ...

»Rompf,« sagte er, »äch verstähe Spaß ... Aber ... nächt wahr, Sä thun
mär den Gefallen, mäch nächt wäder mimisch zu copären? Sä ... Sä machen
dä Geschächte zo ähnläch!«

»Ihr Wunsch ist mir Befehl!«

»Goot! Ond non machen Sä, daß Sä hinonter kommen. Es äst noch nächt
drei Värtel. Sä können noch am Onterrächt Theil nehmen!«

»Aber würde man nicht stutzen, Herr Direktor? Jedermann weiß, daß Sie
mir drei Tage Carcer dictirt haben ...!«

»Goot! Äch gähe mät Ähnen.«

So eilten sie selbander die Treppe hinab.

»Quaddler!« rief der Direktor in's Erdgeschoß.

Der Pedell erschien an der untersten Windung und fragte
dienstbeflissen, was der Gebieter zu verlangen geruhe.

»Äch habe dem Rompf aus verschädnen Grönden die drei Tage geschänkt,«
sagte Samuel.

»Ah ...! Drum sind der Herr Direktor noch einmal zurückgekommen ...
Hm ... Ja, aber was ich sagen wollte, der Herr Rumpf war gar nicht
ruhig in seiner Zelle. Nichts für ungut, Herr Direktor, aber er hat
geschimpft, wie ein Rohrspatz ...«

[Illustration: Sie wandelten über den Corridor dem Schulsaale zu.]

»Lassen Sä's goot sein, Quaddler. Äch wäll däßmal aus ganz
besondren Motäven Gnade för Recht ergehen lassen. Sä können den
Carcerschlössel abzähen!«

Quaddler schüttelte befremdet das Haupt.

»So!« sagte Samuel. »Ond non kommen Sä mät nach der Präma, Rompf!«

Sie wandelten über den Corridor dem Schulsaale zu. Der Direktor klopfte.

»Entscholdigen Sä, Herr College,« flüsterte er eintretend im weichsten
Moll, dessen sein würdevolles Organ fähig war ... »äch bringe da den
Rompf wäder! Knebel ... Sä erlauben doch, läber Herr Klufenbrecher ...?
Knebel! Schreiben Sä äns Tageboch: Man sah säch bewogen, dem Rompf
in Anbetracht seines aufrächtäg reuigen Benähmens die in der vorigen
Stonde däktärte Carcerstrafe zo erlassen ... So! Ond non wäll äch
nächt weiter stären, verehrter Herr College ... Haben Säs, Knebel? ...
däktärte Carcerstrafe zo erlassen ...«

»Wollen Sie nicht Platz nehmen, Herr Direktor?« fragte der höfliche
Mathematiker.

»Äch danke verbändlichst, äch habe för heute genog gesässen ... Rompf,
äch erwarte, daß Sä das Gelöbniß der Bässerung in jäder Hänsächt
erföllen. Adieu, Herr College.«

Sprach's und verschwand in den labyrinthischen Gängen des
Schulgebäudes. -- -- -- -- --

-- -- Wilhelm Rumpf hielt sein Versprechen auf's Gewissenhafteste.

Er copirte von jetzt ab nur noch die übrigen Lehrer: Samuel
Heinzerling's geweihte Persönlichkeit war ihm heilig und unverletzlich.

Auch bewahrte er das unverbrüchlichste Stillschweigen, bis der Direktor
im Herbste desselbigen Jahres auf wiederholtes Ansuchen in den Ruhestand
versetzt wurde.

Erst dann erfuhr die jauchzende Prima den Hergang jener unerwarteten
Versöhnung.

Rumpf's »aufrächtäge Reue« war für die lachlustige Bevölkerung des
Städtchens eine Quelle unendlicher Heiterkeit. Unter denen, die
sich am meisten über die Farce amüsirten, befand sich der joviale
Direktor Samuel Heinzerling, der treffliche Autor der lateinischen
Schulgrammatik.

Möge es ihm vergönnt sein, noch recht oft beim schäumenden Glase zu
erzählen, wie er den gottlosen Schelm »Wälhälm Rompf« auf dem Carcer
besuchte ... »Rompf« seinerseits wird jenes schöne Rencontre im Gebiete
Quaddlers nie vergessen, und sollte er so alt werden wie Grillparzer.




Von demselben Verfasser ist früher erschienen:


  +Samuel Heinzerlings Tagebuch.+ Humoresken. Mit 8
    Orig.-Zeichnungen von G. Sundblad. 9. Aufl. Pr. 1 M.

  #The Visit to the Cells.# (Englische Uebersetzung des
    »Besuch im Carcer«.) =Translated from the fifteenth
    German edition by _Sophia Veitch_. 3. edition. Pr. 1 M.=

  +Katheder und Schulbank.+ Humoresken. Mit 8
    Originalzeichnungen v. G. Sundblad. 13. Aufl. Pr. 1 M.

  +Die Mädchen des Pensionats.+ Humoreske. Mit 8
    Orig.-Zeichnungen v. G. Sundblad. 23. Aufl. Pr. 1 M.

  +Die Gespenster von Varzin.+ Groteskes Nachtstück. Mit
    Titelbild von Hans Kadeder. 3. Aufl. Pr. 1 M.

  +Die Zwillinge.+ Humoreske. Mit 8 Originalzeichnungen von
    G. Guthknecht. 4. Aufl. Pr. 1 M.

  +Die Feuerspritze.+ Humoreske. Mit 8 Originalzeichnungen
    von C. von Grimm. 5. Aufl. Pr. 1 M.

  +Die Stumme von Sevilla.+ Komisches Epos. Eleg. brosch. 2
    M. In Prachteinband mit reicher Goldpressung 3 M.

  +Aus Sekunda und Prima.+ Humoresken. 22. Aufl. Pr. 1 M.

  +Schulmysterien.+ Humoresken. 18. Aufl. Pr. 1 M.

  #Initium fidelitatis!# Humoristische Gedichte, 10.
    vermehrte Aufl. Pr. 1 M.

  +Flatternde Blätter.+ Satirische und humoristische
    Skizzen. 3. Aufl. Eleg. brosch. 2 M.

  +Schach der Königin!+ Humoristisches Epos. 3. völlig
    umgearbeitete Aufl. Eleg. brosch. 3 M.




    Fünfzigste Auflage.

    Der
    Besuch im Carcer.

    [Illustration]

    Humoreske
    von
    Ernst Eckstein.

    Mit sechs Illustrationen von G. Sundblad.

    Leipzig 1882
    Verlag von Fr. Thiel.

    Preis 1 Mark.




    Leipzig

    _Druck von Fischer & Wittig._

    [Illustration]




    Weitere Anmerkungen zur Transkription


    Offensichtlich fehlerhafte Zeichensetzungen wurden
    stillschweigend korrigiert. Die Darstellung der Ellipsen (...)
    wurde vereinheitlicht.

    Der Schmutztitel am Anfang des Buches wurde entfernt.

    Korrekturen:

    S. 17: _ährer_ zu _Ährer_
      ganz abgesehn von _Ährer_ onziemlichen Tendenz,

    S. 55: _Si_ zu _Sä_
      »Ond non kommen _Sä_ mät nach der Präma, Rompf!«

    S. 56: _unverbrüchlichte_ zu _unverbrüchlichste_
      Auch bewahrte er das unverbrüchlichste Stillschweigen,





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Section 5. General Information About Project Gutenberg-tm electronic works.

Professor Michael S. Hart was the originator of the Project
Gutenberg-tm concept of a library of electronic works that could be
freely shared with anyone. For forty years, he produced and
distributed Project Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of
volunteer support.

Project Gutenberg-tm eBooks are often created from several printed
editions, all of which are confirmed as not protected by copyright in
the U.S. unless a copyright notice is included. Thus, we do not
necessarily keep eBooks in compliance with any particular paper
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Archive Foundation, how to help produce our new eBooks, and how to
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such as creation of derivative works, reports, performances and
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practically ANYTHING with public domain eBooks.  Redistribution is
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THE FULL PROJECT GUTENBERG LICENSE
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To protect the Project Gutenberg-tm mission of promoting the free
distribution of electronic works, by using or distributing this work
(or any other work associated in any way with the phrase "Project
Gutenberg"), you agree to comply with all the terms of the Full Project
Gutenberg-tm License (available with this file or online at
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electronic work, you indicate that you have read, understand, agree to
and accept all the terms of this license and intellectual property
(trademark/copyright) agreement.  If you do not agree to abide by all
the terms of this agreement, you must cease using and return or destroy
all copies of Project Gutenberg-tm electronic works in your possession.
If you paid a fee for obtaining a copy of or access to a Project
Gutenberg-tm electronic work and you do not agree to be bound by the
terms of this agreement, you may obtain a refund from the person or
entity to whom you paid the fee as set forth in paragraph 1.E.8.

1.B.  "Project Gutenberg" is a registered trademark.  It may only be
used on or associated in any way with an electronic work by people who
agree to be bound by the terms of this agreement.  There are a few
things that you can do with most Project Gutenberg-tm electronic works
even without complying with the full terms of this agreement.  See
paragraph 1.C below.  There are a lot of things you can do with Project
Gutenberg-tm electronic works if you follow the terms of this agreement
and help preserve free future access to Project Gutenberg-tm electronic
works.  See paragraph 1.E below.

1.C.  The Project Gutenberg Literary Archive Foundation ("the Foundation"
or PGLAF), owns a compilation copyright in the collection of Project
Gutenberg-tm electronic works.  Nearly all the individual works in the
collection are in the public domain in the United States.  If an
individual work is in the public domain in the United States and you are
located in the United States, we do not claim a right to prevent you from
copying, distributing, performing, displaying or creating derivative
works based on the work as long as all references to Project Gutenberg
are removed.  Of course, we hope that you will support the Project
Gutenberg-tm mission of promoting free access to electronic works by
freely sharing Project Gutenberg-tm works in compliance with the terms of
this agreement for keeping the Project Gutenberg-tm name associated with
the work.  You can easily comply with the terms of this agreement by
keeping this work in the same format with its attached full Project
Gutenberg-tm License when you share it without charge with others.

1.D.  The copyright laws of the place where you are located also govern
what you can do with this work.  Copyright laws in most countries are in
a constant state of change.  If you are outside the United States, check
the laws of your country in addition to the terms of this agreement
before downloading, copying, displaying, performing, distributing or
creating derivative works based on this work or any other Project
Gutenberg-tm work.  The Foundation makes no representations concerning
the copyright status of any work in any country outside the United
States.

1.E.  Unless you have removed all references to Project Gutenberg:

1.E.1.  The following sentence, with active links to, or other immediate
access to, the full Project Gutenberg-tm License must appear prominently
whenever any copy of a Project Gutenberg-tm work (any work on which the
phrase "Project Gutenberg" appears, or with which the phrase "Project
Gutenberg" is associated) is accessed, displayed, performed, viewed,
copied or distributed:

This eBook is for the use of anyone anywhere at no cost and with
almost no restrictions whatsoever.  You may copy it, give it away or
re-use it under the terms of the Project Gutenberg License included
with this eBook or online at www.gutenberg.org/license

1.E.2.  If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is derived
from the public domain (does not contain a notice indicating that it is
posted with permission of the copyright holder), the work can be copied
and distributed to anyone in the United States without paying any fees
or charges.  If you are redistributing or providing access to a work
with the phrase "Project Gutenberg" associated with or appearing on the
work, you must comply either with the requirements of paragraphs 1.E.1
through 1.E.7 or obtain permission for the use of the work and the
Project Gutenberg-tm trademark as set forth in paragraphs 1.E.8 or
1.E.9.

1.E.3.  If an individual Project Gutenberg-tm electronic work is posted
with the permission of the copyright holder, your use and distribution
must comply with both paragraphs 1.E.1 through 1.E.7 and any additional
terms imposed by the copyright holder.  Additional terms will be linked
to the Project Gutenberg-tm License for all works posted with the
permission of the copyright holder found at the beginning of this work.

1.E.4.  Do not unlink or detach or remove the full Project Gutenberg-tm
License terms from this work, or any files containing a part of this
work or any other work associated with Project Gutenberg-tm.

1.E.5.  Do not copy, display, perform, distribute or redistribute this
electronic work, or any part of this electronic work, without
prominently displaying the sentence set forth in paragraph 1.E.1 with
active links or immediate access to the full terms of the Project
Gutenberg-tm License.

1.E.6.  You may convert to and distribute this work in any binary,
compressed, marked up, nonproprietary or proprietary form, including any
word processing or hypertext form.  However, if you provide access to or
distribute copies of a Project Gutenberg-tm work in a format other than
"Plain Vanilla ASCII" or other format used in the official version
posted on the official Project Gutenberg-tm web site (www.gutenberg.org),
you must, at no additional cost, fee or expense to the user, provide a
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request, of the work in its original "Plain Vanilla ASCII" or other
form.  Any alternate format must include the full Project Gutenberg-tm
License as specified in paragraph 1.E.1.

1.E.7.  Do not charge a fee for access to, viewing, displaying,
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that

- You pay a royalty fee of 20% of the gross profits you derive from
     the use of Project Gutenberg-tm works calculated using the method
     you already use to calculate your applicable taxes.  The fee is
     owed to the owner of the Project Gutenberg-tm trademark, but he
     has agreed to donate royalties under this paragraph to the
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     prepare (or are legally required to prepare) your periodic tax
     returns.  Royalty payments should be clearly marked as such and
     sent to the Project Gutenberg Literary Archive Foundation at the
     address specified in Section 4, "Information about donations to
     the Project Gutenberg Literary Archive Foundation."

- You provide a full refund of any money paid by a user who notifies
     you in writing (or by e-mail) within 30 days of receipt that s/he
     does not agree to the terms of the full Project Gutenberg-tm
     License.  You must require such a user to return or
     destroy all copies of the works possessed in a physical medium
     and discontinue all use of and all access to other copies of
     Project Gutenberg-tm works.

- You provide, in accordance with paragraph 1.F.3, a full refund of any
     money paid for a work or a replacement copy, if a defect in the
     electronic work is discovered and reported to you within 90 days
     of receipt of the work.

- You comply with all other terms of this agreement for free
     distribution of Project Gutenberg-tm works.

1.E.9.  If you wish to charge a fee or distribute a Project Gutenberg-tm
electronic work or group of works on different terms than are set
forth in this agreement, you must obtain permission in writing from
both the Project Gutenberg Literary Archive Foundation and Michael
Hart, the owner of the Project Gutenberg-tm trademark.  Contact the
Foundation as set forth in Section 3 below.

1.F.

1.F.1.  Project Gutenberg volunteers and employees expend considerable
effort to identify, do copyright research on, transcribe and proofread
public domain works in creating the Project Gutenberg-tm
collection.  Despite these efforts, Project Gutenberg-tm electronic
works, and the medium on which they may be stored, may contain
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property infringement, a defective or damaged disk or other medium, a
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Gutenberg Literary Archive Foundation, the owner of the Project
Gutenberg-tm trademark, and any other party distributing a Project
Gutenberg-tm electronic work under this agreement, disclaim all
liability to you for damages, costs and expenses, including legal
fees.  YOU AGREE THAT YOU HAVE NO REMEDIES FOR NEGLIGENCE, STRICT
LIABILITY, BREACH OF WARRANTY OR BREACH OF CONTRACT EXCEPT THOSE
PROVIDED IN PARAGRAPH 1.F.3.  YOU AGREE THAT THE FOUNDATION, THE
TRADEMARK OWNER, AND ANY DISTRIBUTOR UNDER THIS AGREEMENT WILL NOT BE
LIABLE TO YOU FOR ACTUAL, DIRECT, INDIRECT, CONSEQUENTIAL, PUNITIVE OR
INCIDENTAL DAMAGES EVEN IF YOU GIVE NOTICE OF THE POSSIBILITY OF SUCH
DAMAGE.

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defect in this electronic work within 90 days of receiving it, you can
receive a refund of the money (if any) you paid for it by sending a
written explanation to the person you received the work from.  If you
received the work on a physical medium, you must return the medium with
your written explanation.  The person or entity that provided you with
the defective work may elect to provide a replacement copy in lieu of a
refund.  If you received the work electronically, the person or entity
providing it to you may choose to give you a second opportunity to
receive the work electronically in lieu of a refund.  If the second copy
is also defective, you may demand a refund in writing without further
opportunities to fix the problem.

1.F.4.  Except for the limited right of replacement or refund set forth
in paragraph 1.F.3, this work is provided to you 'AS-IS' WITH NO OTHER
WARRANTIES OF ANY KIND, EXPRESS OR IMPLIED, INCLUDING BUT NOT LIMITED TO
WARRANTIES OF MERCHANTABILITY OR FITNESS FOR ANY PURPOSE.

1.F.5.  Some states do not allow disclaimers of certain implied
warranties or the exclusion or limitation of certain types of damages.
If any disclaimer or limitation set forth in this agreement violates the
law of the state applicable to this agreement, the agreement shall be
interpreted to make the maximum disclaimer or limitation permitted by
the applicable state law.  The invalidity or unenforceability of any
provision of this agreement shall not void the remaining provisions.

1.F.6.  INDEMNITY - You agree to indemnify and hold the Foundation, the
trademark owner, any agent or employee of the Foundation, anyone
providing copies of Project Gutenberg-tm electronic works in accordance
with this agreement, and any volunteers associated with the production,
promotion and distribution of Project Gutenberg-tm electronic works,
harmless from all liability, costs and expenses, including legal fees,
that arise directly or indirectly from any of the following which you do
or cause to occur: (a) distribution of this or any Project Gutenberg-tm
work, (b) alteration, modification, or additions or deletions to any
Project Gutenberg-tm work, and (c) any Defect you cause.


Section  2.  Information about the Mission of Project Gutenberg-tm

Project Gutenberg-tm is synonymous with the free distribution of
electronic works in formats readable by the widest variety of computers
including obsolete, old, middle-aged and new computers.  It exists
because of the efforts of hundreds of volunteers and donations from
people in all walks of life.

Volunteers and financial support to provide volunteers with the
assistance they need, are critical to reaching Project Gutenberg-tm's
goals and ensuring that the Project Gutenberg-tm collection will
remain freely available for generations to come.  In 2001, the Project
Gutenberg Literary Archive Foundation was created to provide a secure
and permanent future for Project Gutenberg-tm and future generations.
To learn more about the Project Gutenberg Literary Archive Foundation
and how your efforts and donations can help, see Sections 3 and 4
and the Foundation web page at http://www.pglaf.org.


Section 3.  Information about the Project Gutenberg Literary Archive
Foundation

The Project Gutenberg Literary Archive Foundation is a non profit
501(c)(3) educational corporation organized under the laws of the
state of Mississippi and granted tax exempt status by the Internal
Revenue Service.  The Foundation's EIN or federal tax identification
number is 64-6221541.  Its 501(c)(3) letter is posted at
http://pglaf.org/fundraising.  Contributions to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation are tax deductible to the full extent
permitted by U.S. federal laws and your state's laws.

The Foundation's principal office is located at 4557 Melan Dr. S.
Fairbanks, AK, 99712., but its volunteers and employees are scattered
throughout numerous locations.  Its business office is located at
809 North 1500 West, Salt Lake City, UT 84116, (801) 596-1887, email
[email protected].  Email contact links and up to date contact
information can be found at the Foundation's web site and official
page at http://pglaf.org

For additional contact information:
     Dr. Gregory B. Newby
     Chief Executive and Director
     [email protected]


Section 4.  Information about Donations to the Project Gutenberg
Literary Archive Foundation

Project Gutenberg-tm depends upon and cannot survive without wide
spread public support and donations to carry out its mission of
increasing the number of public domain and licensed works that can be
freely distributed in machine readable form accessible by the widest
array of equipment including outdated equipment.  Many small donations
($1 to $5,000) are particularly important to maintaining tax exempt
status with the IRS.

The Foundation is committed to complying with the laws regulating
charities and charitable donations in all 50 states of the United
States.  Compliance requirements are not uniform and it takes a
considerable effort, much paperwork and many fees to meet and keep up
with these requirements.  We do not solicit donations in locations
where we have not received written confirmation of compliance.  To
SEND DONATIONS or determine the status of compliance for any
particular state visit http://pglaf.org

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Please check the Project Gutenberg Web pages for current donation
methods and addresses.  Donations are accepted in a number of other
ways including checks, online payments and credit card donations.
To donate, please visit: http://pglaf.org/donate


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Professor Michael S. Hart is the originator of the Project Gutenberg-tm
concept of a library of electronic works that could be freely shared
with anyone.  For thirty years, he produced and distributed Project
Gutenberg-tm eBooks with only a loose network of volunteer support.


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